Über

Die Anfänge

Zwischen 1986 und 1998 entwickelten sich meine künstlerische Identität, meine Wahrnehmung und meine kreative Praxis vor allem durch Malerei, Musik, Fotografie und Lyrik. Insbesondere mein visuelles und künstlerisches Schaffen wurde tiefgreifend von einem engen Freund und Künstler aus meiner Heimatstadt geprägt und geleitet, der inzwischen leider verstorben ist. Einige Ausstellungen organisierte ich selbst; sie fanden an sogenannten „Lost Places“ statt – etwa auf stillgelegten Bahnanlagen oder in verfallenden Industriegebäuden.Die Faszination für diese eindrucksvollen, gezeichneten und verlassenen Orte bereicherte meine Wahrnehmung, die ich bereits in der Kindheit durch eine intensive Verbundenheit mit der Natur ausgebildet hatte und bis heute bewahrt habe.(Nichts ist von Dauer, und doch bleibt alles unendlich unerschöpflich.)

Pareidolie - ein wichtiger Schlüssel meiner Arbeiten

Die inspirierende Kraft und Unerschöpflichkeit sowohl natürlicher als auch urbaner Räume bilden die treibende Kraft hinter meinen Gemälden, digitalen Arbeiten, Fotografien und Objekten. Diese Werke entstehen aus raschen, weitgehend unbewussten Prozessen, in denen Zufall, Spontaneität und ungehemmte Impulsivität eine entscheidende Rolle spielen. Meine Neigung zur Pareidolie bildet das Fundament und den Schlüssel zu meinem gesamten Schaffen. Sie verbindet die Wahrnehmung wieder mit der Alltagswelt und ermöglicht es, Gesichter, Gestalten und Szenen in Schatten, Blättern, Mauerwerk, Straßenbelägen und allem zu entdecken, was verwittert, unvollständig oder flüchtig wirkt oder sich noch im Wandel befindet. So können beispielsweise nach einem Regen – wenn die Verdunstung noch nicht die Risse, Spalten und Löcher eines Gehwegs oder einer Straße erreicht hat – markante Konturen hervortreten. Die Wurzeln dieser pareidolischen Sichtweise liegen in meiner Kindheit: Oft lag ich im Gras, beobachtete die Wolken und verlor mich in den vorüberziehenden Formen flüchtiger Gesichter und Gestalten – ein Erlebnis, das zweifellos als klassisches Beispiel für Pareidolie gelten kann.

<- ÜBER DAS WERK: „Ship stuck“ ist eine Komposition aus zwei Fotografien.Das schwarze Schiff selbst war ursprünglich ein Loch im maroden Kunststoffdach einer verlassenen Bushaltestelle.Feedback gebenÜbersetzungsergebnisse verfügbar